Besetzung

Je nach Repertoire stehen uns verschiedene Besetzungsmöglichkeiten zur Verfügung.

In unserer Kernbesetzung mit Viola da gamba, Theorbe/historische Gitarren/Laute und Cembalo/Orgel sind wir prädestiniert, das delikate Repertoire für Viola da gamba zu musizieren. Auch als abwechslungsreiche Continuogruppe eignet sich diese Besetzung, in der jeder von uns Musikern mehrere Instrumente aus seiner Familie beherrscht.

Das Gambenconsort, ein Ensemble bestehend aus Instrumenten der gleichen Familie, mag man als Vorläufer des modernen Streichquartetts ansehen. Jedoch ist sein großer Vorteil die extrem homogene Klangfarbe dieser Instrumente, die die polyphone Musik der Renaissance mit ihren gleichberechtigten Stimmen - hier führt nicht die Oberstimme die übrigen an, sondern alle Stimmen agieren "demokratisch" - perfekt wiedergibt. Auch ist kein anderes Instrument klanglich so nah an der menschlichen Stimme wie die Viola da gamba. 1636 beschreibt der Musikschriftsteller Marin Mersenne dies in seinem Werk Harmonie Universelle treffsicher: "Ihr Bogen hat einen ebenso langen Zug wie der normale Atem der Stimme, von welcher er Freude, Trauer, Beweglichkeit, Süße und Kraft nachahmen kann." Und so kann sie sogar die langen musikalischen Phrasen dieser intellektuellen wie emotionalen Musik, die der menschliche Atem nicht mehr schafft, auf ihre eigenste Weise gestalten.

Vor mehr als zehn Jahren haben sich die Gambisten, Kollegen, Studienkollegen und Freunde Simone Eckert, Barbara Hofmann, Hermann Hickethier und Heike Johanna Lindner zusammengetan, um die überirdisch schöne Musik für Gambenconsort zum Klingen zu bringen. Fünf CDs und ungezählte Konzerte dokumentieren diese beglückende Zusammenarbeit.

Mit zwei Barockviolinen ergänzen wir uns zum Ensemble für die Musik des 17. und 18. Jahrhunderts mit ihren instrumentalen und vokalen Werken. Von Buxtehude bis Bach, von Schütz bis Stamitz steht uns der musikalische Kosmos hier offen. Ob mit Gesangssolist oder Vokalensemble: singend spielen oder spielend singen inspiriert gegenseitig.

Und nicht zuletzt: Die Hamburger Ratsmusik gibt es auch als Barockorchester. Hier können unsere Instrumentalisten auch einmal solistisch und virtuos brillieren, während sie von den bewährten Kollegen begleitet werden.

Die Musik des 16. Jahrhunderts spielt die Hamburger Ratsmusik auf den besonderen Instrumenten dieser Zeit: Renaissancegamben, Zink und Renaissanceblockflöten, Renaissancelaute und -gitarre und Regal.